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Webdesign – die Kunst des Kompromisses

Webdesign besteht in einer Unzahl von Entscheiden, grossen und kleinen, die alle wohlüberlegt und wohlabgewogen zu fällen sind. Jeder Entscheid hat Vor- und Nachteile; es gibt nie nur Vorteile. Deshalb ist jeder Entscheid ein Kompromiss, der die Nachteile in Kauf nimmt.

Beispiel 1: Der Platz auf dem Bildschirm ist beschränkt, ebenso die Aufnahmefähigkeit des Benutzers. Jede zusätzlich platzierte Information „kostet etwas“, denn sie beansprucht Aufmerksamkeit. Und die geht auf Kosten der Aufmerksamkeit, für das, was bereits da ist.

Beispiel 2: Icons sind sie eine optische Bereicherung und brauchen wenig Platz. Aber sie verlangen vom Benutzer, dass er ihre Bedeutung lernt. Textlinks wären eindeutiger, brauchen aber mehr Platz und erfordern bei wiederholtem Gebrauch mehr kognitive Erkennungsleistung.

Die Designentscheide sind nie völlig rational, weil weder Vor- noch Nachteile quantifizierbar sind. Aus diesem Grund sind gute „instinktive“ Entscheide, basierend auf Wissen und Erfahrung des Webdesigners, so wichtig.

Unter den verschiedenen möglichen Designs ist dasjenige mit dem günstigsten Kosten-Nutzen-Verhältnis von Vor- und Nachteilen das beste.

Alle Designs, auch das allerbeste, haben Schwächen. Diese Schwäche korrigieren hiesse bei einer wirklich guten Website aber die Site als Ganzes zu verschlechtern, weil die kleine Verbesserung anderswo eine grössere Verschlechterung zur Folge hätte.

Mehr dazu bei Digital Web (englisch).